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Konzept "Organisierte selbstgesteuerte Lerngruppen - Team-Learning"©

Die Besonderheit des Konzeptes der organisierten selbstgesteuerten Lerngruppen ("TEAM-LEARNING" genannt) besteht in seiner einzigartigen Kombination von Organisation, Selbststeuerung und Begleitung von Lernprozessen.

 

Organisation

Zum Semesterbeginn (etwa in der 3. Vorlesungswoche) werden in einer Auftaktveranstaltung kleine Lerngruppen mit ca. 6 Personen organisiert. Diese werden unter Berücksichtigung zeitlicher Präferenzen der Studierenden sowie räumlicher Kapazitäten gebildet. Jede Gruppe wählt einen Teamleader als Ansprechpartner und optional eine Vertretung. Die studentischen Koordinatoren sind für die Betreuung aller Lerngruppen der jeweiligen Veranstaltung verantwortlich und dienen als Bindeglied zwischen den Lerngruppen und den Lehrenden. Für die wöchentlichen Teamtreffen werden nach Möglichkeit Räumlichkeiten organisiert.

 

Selbststeuerung

Die Lerngruppen arbeiten selbstgesteuert, d.h. die Beteiligten entscheiden selbst, welche Lernstoffe und Materialien sie in ihren Teamsitzungen behandeln bzw. verinnerlichen möchten und in welcher Form.

 

Begleitung

Um die Lerngruppen während des Semesters zu unterstützen, werden durch Koordinatoren die so genannten Teamleader-Sitzungen organisiert. Das sind Treffen der Teamleader mit den Lehrpersonen, in denen inhaltliche und organisatorische Fragen besprochen werden können.

Einer der wichtigsten Merkmale des Konzeptes besteht jedoch darin, dass die Studierenden in ihren Teams miteinander und voneinander lernen und sich dadurch gegenseitig unterstützen und auf diese Weise selbst zu Experten werden. 

 

 

Was zeichnet das Konzept außerdem aus?

Rolle der Studierenden

Der Kern des Konzepts der organisierten selbstgesteuerten studienbegleitenden Lerngruppen besteht darin, die Studierenden mit ihren Zielen und Bedürfnissen im Mittelpunkt stehen. Es ermöglicht ihnen, die Studienbedingungen aktiv mitzugestalten und wegweisend zur Qualitätsverbesserung und -sicherung des Hochschulstudiums beizutragen.

 

Gruppenbildung

Im Gegensatz zu den privat organisierten eher unverbindlichen Lerngruppen, die gelegentlich zustande kommen, werden die hier beschriebenen selbstgesteuerten Lerngruppen bereits zum Semesterbeginn organisiert und bilden alle zusammen eine Lerngemeinschaft, der sich alle interessierten Studierenden anschließen können.

 

Institutionelle Rahmenbedingungen

Das Programm bietet einen instituionellen Rahmen für die Kleingruppenarbeit, auch im Rahmen einer großen Lehrveranstaltung. 

Die früheren Teilnehmer schätzten es, von den organisatorischen Problemen wie die Koordination von Terminen und Räumlichkeiten entlastet zu werden. 

Außerdem berichteten sie, dass es für die gelungene Teamarbeit wichtig sei, dass die Teilnehmer regelmäßig kommen und sich für die Sitzungen vorbereiten, so dass eine gegenseitige Unterstützung und ein erfolgreicher Lernprozess stattfinden kann.

Darüber hinaus betonten einige Teilnehmer die positive Auswirkung der Arbeit mit den vorher unbekannten Gruppenmitgliedern auf  Lerndisziplin und Lernatmosphäre in der Gruppe. 

 

Soziale Kontakte & Feedback

Das Programm ermöglicht und intensiviert sowohl Kontakte unter den Studierenden, als auch zwischen Studierenden und Lehrenden.

In den Teamleader-Sitzungen haben die Studierenden eine zusätzliche Möglichkeit, sich sowohl untereinander als auch gemeinsam mit den Lehrenden auszutauschen. Diese Form des gebündelten Austauschs stellt eine Ergänzung zu der klassischen Sprechstunde dar.

Den Lehrenden ermöglichen die Teamleader-Sitzungen ein zeitnahes und repräsentantatieves Feedback der Studierenden zur Veranstaltung, welches sonst ohne ein solches Programm nicht möglich wäre.

 

Freiwilligkeit & Selbstbestimmung

Im Gegensatz zu den organisierten Lerngruppen, die beispielsweise im Rahmen von Seminaren gebildet werden, ist die Teilnahme an den organisierten selbstgesteuerten Lerngruppen absolut freiwillig, was laut Rückmeldungen der Studierenden ihnen sehr wichtig ist. Das Programm stützt sich unter anderem auf die Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci & Ryan, die besagt, dass für die intrinsische Motivation das grundlegende Bedürfnis nach Autonomie durch Wahlmöglichkeiten, Spielräume und Ermunterung gestillt werden kann.

 

Modelcharakter

Das Konzept hat Modelcharakter und lässt sich auf Veranstaltungen unterschiedlicher Fachrichtungen und Institutionen übertragen.

 

© 2004 -2019 Natalie Gold. TEAM-LEARNING. Bei Interesse an der Implementierung des Konzeptes an Ihrer/Eurer Hochschule bitte kontaktieren.

© 2004 - 2019 Natalie Gold. TEAM-LEARNING.