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Tippsr Teamleader¤

Für gute Lernatmosphäre sorgen

Als Voraussetzung für den Lernerfolg sollte immer eine gute Lernatmosphäre existieren (angemessene Lautstärke, Verständnis füreinander). Ein gutes Durchsetzungsvermögen des Teamleaders ist hierbei erforderlich. Bei einer notwendigen Zurechtweisung spielt es keine Rolle, ob es sich um Freunde handelt oder nicht.

Vorbereitung fordern

Der Teamleader sollte ebenfalls darauf achten, dass Vereinbarungen eingehalten werden und von den Mitgliedern eventuell eine bessere Vorbereitung fordern. Frei nach dem „Zuckerbrot und Peitsche“- Prinzip!

Bei Unklarheiten helfen

Bei methodischen Unklarheiten sollte der Teamleader Autorität ergreifen und eine klare Richtung vorgeben. Treten fachliche Unklarheiten auf sollte er Kontakt zu anderen Lerngruppen oder dem Lehrstuhl aufnehmen.

Teammitglieder integrieren

Während der Sitzungen sollte der Teamleader jedes Teammitglied integrieren und darauf achten, dass niemand ausgegrenzt wird. Jedes Teammitglied hat die Möglichkeit (darauf sollte der Teamleader achten!), Themen für kommende Sitzungen vorzuschlagen und Ideen einzubringen.

Kontakte zu anderen Teamleadern/Lerngruppen pflegen

Der Teamleader sollte an den Teamleadersitzungen und Ausflügen teilnehmen. Diese bieten eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Lerngruppen/ Teamleadern auszutauschen. Es kann leichter auf problematische Inhalte hingewiesen werden, die dann in der Gruppe besprochen werden können.

Keine übergeordnete Position einnehmen

Bei all den Aufgaben sollte sich der Teamleader aber niemals über seine Teammitglieder stellen, sondern sich vielmehr als ihr Moderator verstehen. Es sollten flache Hierarchien existieren. Lerntreffen sind kein Unterricht!

Allgemeine Tipps zur Planung der Treffen

Treffen sollten konsequent geplant werden und regelmäßig stattfinden. Der Teamleader sollte als gutes Beispiel vorangehen und gut vorbereitet sein. Dies umfasst unter anderem die Beschäftigung mit Fragen/Problemen, die in der letzten Sitzung aufgekommen sind bzw. Fragen, die ihm per Mail oder Facebook zugekommen sind. Des Weiteren ist es sinnvoll die Themen, die in der Vorlesung behandelt werden, zeitnah in den Lerngruppen aufzuarbeiten.

Tipps für das erste Treffen

Im Verlauf des ersten Treffens sollten Regeln vereinbart werden (Regeln zum sozialen Umgang und zur Arbeitsweise).

Zu Beginn eines jeden Treffens

Eine kurze Wiederholung bereits bearbeiteter Aufgaben bzw. der letzten Lerneinhalte hilft, einen besseren Einstieg zu haben.

Zum Ende eines jeden Treffens

Genaue Absprache der Vorbereitung für die kommende Sitzung. Dabei kann die Vorbereitung vom Teamleader übernommen werden oder an Teammitglieder delegiert werden. Bei Uneinigkeit durch Abstimmung festlegen, welche Themen und Aufgaben bei der nächsten Sitzung behandelt werden.

Während des Treffens

Für strukturiertes Lernen sorgen (z.B. durch die Herausarbeitung von Schwerpunkten). Geplante Themen in geplanter Reihenfolge „abarbeiten“. Treten Probleme bei einzelnen Teilaufgaben auf, sollte der Teamleader darauf achten, dass sich die Gruppe nicht „festbeißt“. Diskussion kann als Lernmethode verwendet werden. Außerdem sollte der Teamleader darauf achten, dass es genug Gelegenheiten gibt, Fragen zu stellen.

Nach dem Treffen

Die Mitarbeit auf OLAT sollte beachtet werden. Es sollte des Weiteren darauf geachtet werden, E-Mails regelmäßig zu beantworten; auch in der vorlesungsfreien Zeit! Zusätzlich kann ein internes Diskussionsforum im Internet eingerichtet werden. Dieses erleichtert die Kommunikation. Es wird einfacher, mit anderen Teamleadern in Kontakt zu treten und sich gegenseitig Tipps zu geben.

 

Tippsr Teams¤

Motivation

Jeder Teilnehmer sollte für jede Sitzung motiviert sein und Spaß am Lernen haben. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für einen größeren Lernerfolg; kontinuierliche Mitarbeit erhöht sowohl den Lernerfolg der Gruppe, als auch jedes Teilnehmers. Während der Sitzungen sollte jeder „mitdenken“. Auch wenn es einfacher erscheint, lediglich zuzuhören und die Anderen arbeiten zu lassen Es ist viel einfacher, Probleme zusammen zu lösen, als alleine darüber zu grübeln.

Gemeinsames Ziel

Ein gemeinsames Ziel kann helfen, den Zusammenhalt der Gruppe zu fördern (Wie wäre es mit: Alle Gruppenmitglieder sollen in der Abschlussklausur eine 2 vor dem Komma haben). Eventuell kann die Gruppe auch Treffen außerhalb der Uni in ihrer Freizeit organisieren, um sich besser kennenzulernen, und um den Gruppenzusammenhalt zu stärken.

Abstimmung der Inhalte

Jeder Gruppe ist es selbst überlassen, welche Themen bzw. Aufgaben in den jeweiligen Sitzungen behandelt werden. Es ist jedoch wichtig, dass ihr euch vorher absprecht und euch über den Inhalt der Treffen einig seid.

  • Vorlesungsfolien besprechen

  • Selbststudium-Aufgaben und Kontrollfragen bearbeiten/ besprechen

  • Klausuraufgaben bearbeiten/ besprechen

  • Aktuelle Themenbezüge herstellen (Hat jemand die Nachrichten gesehen/ Die FAZ dabei?)

  • Das Buch lesen

Vorbereitung

Die Voraussetzung für ein effizientes Arbeiten ist eine gute Vorbereitung eines jeden Teammitglieds auf die jeweilige Sitzung.

Dabei kann das Team in der (ersten) Sitzung individuell festlegen, ob die Vorbereitung der einzelnen Gruppenteilnehmer vorausgesetzt wird:

  • Sollen die Aufgaben, Vorlesungsfolien etc. bereits zu Hause durchgerechnet werden?

  • Wird von den Gruppenmitgliedern erwartet, dass sie den Stoff in Eigenarbeit regelmäßig wiederholen und sollen sie in der Lage sein, Themenfelder zu präsentieren?

 

Diskussion des Gelernten vs. gemeinsames/individuelles Lernen

  • Sollen Fragen zu Hause vorbereitet werden, die in der Gruppe diskutiert werden?

  • Rechnet die Gruppe die Aufgaben zusammen während der Sitzung?

  • Werden die Aufgaben während der Sitzung in Stillarbeit gelöst und lediglich bei eventuellen Fragen Hilfestellung gegeben?

Respekt und Partizipation

Außerdem sollten innerhalb der Gruppe vernünftige Umgangsformen existieren. Jedes Gruppenmitglied sollte respektiert werden und in eventuelle Diskussionen eingebunden werden. Dabei ist es wichtig, sich gegenseitig zu Wort kommen zu lassen und sich gegenseitig ausreden zu lassen. Jede Frage sollte ernst genommen werden!

Heterogenität als Chance nicht als Bremse

Übernimmt ein Teammitglied eine Aufgabe sollte diese für ihn „machbar“ sein. Es sollte sich nicht mehr vorgenommen werden, als man schafft. Hierbei ist ein gutes Zeitmanagement erforderlich.

Sofern das Team aus Mitgliedern mit unterschiedlichem Leistungsniveaus besteht, sollten schwächere Teammitglieder nicht als Bremse gesehen werden, sondern als Möglichkeit, sein eigenes Wissen zu festigen.

Vertrauen

Die Gruppenarbeit sollte auf Vertrauen basieren. Jeder engagiert sich nach bestem Bemühen. Zu große Zwänge führen zu Verärgerung und Demotivation. Um eine entspannte Lernatmosphäre zu schaffen kann man vereinbaren, dass man jede Woche Kuchen mitbringt.

Anwesenheit

Achtet darauf, dass das Arbeiten innerhalb der Gruppe regelmäßig stattfindet. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden ist es notwendig, dass Teammitglieder regelmäßig zu den Treffen erscheinen.

 

¤Die Tipps stammen aus den Abschlussberichten der Teamleader aus dem Wintersemester 2011/12 im Rahmen des OFIN-Team-Learning-Programms. Strukturiert und zusammengefasst durch Karen Herr und Natalie Gold.

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